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“Finding Places” – BürgerInnen beteiligen sich an der Suche nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte

Die Stadt Hamburg geht bei der Suche nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte neue Wege. Die BürgerInnen der Stadt sind dazu eingeladen, sich bei der Suche nach nutzbaren Flächen im Stadtgebiet zu beteiligen.

Die Suche nach adäquaten Standorten für die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften stellt besonders Großstädte vor einige Herausforderungen. Das Platzangebot im urbanen Raum ist begrenzt, und von den verfügbaren Flächen ist nicht jede geeignet. Galt es zunächst, dem enormen Zuzug von Geflüchteten gerecht zu werden und möglichst schnell, möglichst viele Kapazitäten zu schaffen, so beginnt nun der schwierige Prozess, eine langfristige Lösung für deren Unterbringen zu finden. Wie kann eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Städte aussehen?

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(Foto:HCU Hamburg) v.l.n.r.: Prof. Dr. Gesa Ziemer, Olaf Scholz, Moderatorin Julia Sen, Katharina Fegebank, Anselm Sprandel, Kent Larson, Übersetzer für Kent Larson

Dieser Frage stellte sich auch der Senat der Stadt Hamburg in Kooperation mit der HafenCity Universität (HCU) Hamburg. Als Ergebnis präsentierten nun Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und WissenschaftlerInnen des HCU-CityScienceLab das Projekt “Finding Places”.

In Form von Workshops sollen die BürgerInnen die Möglichkeit bekommen, sich in den politischen Entscheidungsprozess einzubringen. Mit Hilfe zweier interaktiver Karten, welche das CityScienceLab der HCU zur Verfügung stellt, sind die BürgerInnen aufgerufen, passende Grundstücke vorzuschlagen. Bedingung ist, dass es sich bei den Grundstücken nur um solche handelt, die sich ausschließlich in städtischem Besitz befinden. Darüber hinaus gibt es allerdings kaum Einschränkungen. Der Hamburger Senat verspricht alle Vorschläge innerhalb einer kurzen Zeit zu prüfen und die Ergebnisse binnen zwei Wochen zu veröffentlichen. Die von diesem Verfahren ausgehende Transparenz könnte dazu beitragen, die Akzeptanz für Flüchtlingsunterkünfte in der eigenen Nachbarschaft zu erhöhen. Außerdem können dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten einen offenen Umgang zwischen Geflüchteten und ansässiger Nachbarschaft fördern.

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(Foto: Walter Schießwohl)

Insgesamt sollen 42 dieser Workshops mit einer maximalen Teilnehmerzahl von jeweils 30 TeilnehmerInnen stattfinden. Für jeden der sieben Hamburger Bezirke sind jeweils sechs Veranstaltungen geplant. Mit ersten Ergebnissen sei im Herbst diesen Jahres zu rechnen.

Julian von Mach
Julian von Mach

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Julian von Mach (18. Mai 2016). “Finding Places” – BürgerInnen beteiligen sich an der Suche nach geeigneten Standorten für Flüchtlingsunterkünfte. WeberWorldCafé. Abgerufen am 16. September 2026 von https://doi.org/10.58079/vbw3


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